Klamotten-Overkill: Kleider spenden oder verkaufen?

Sarah • am 20.03.2014 • 2 KommentareShare

„Hilfe, mein Schrank quillt über!“ Mit diesem Problem ist wahrscheinlich jede zweite Frau in Deutschland irgendwann mal konfrontiert. Dann stellt man sich die Frage: Wohin mit den Klamotten? Bevor ihr sie aber weiterhin hortet bis das Schlafzimmer nicht mehr betreten werden kann, oder gar gedankenlos wegwerft, hier ein paar Tipps von einer, die ihren Schrank regelmäßig ausmistet :)

VERKAUFEN
Um erfolgreich Kleidung zu verkaufen, sollte man zunächst die Qualität und das Alter beachten. Entweder die Klamotte ist so neu, dass sie noch im Trend liegt oder schon so alt, dass sie Vintage ist und wieder im Trend liegt. Alles was dazwischen liegt und keinen Designerlabel trägt, kann man getrost spenden (siehe weiter unten). Es sei denn, ihr seid euch sicher, dass ihr einen zeitlosen Klassiker vor euch habt, wie z.B. ein Kleines Schwarzes.

Kleidungsstücke oder Schuhe, die noch relativ neu sind, besonders teuer waren, ein Designer-Stück sind oder aus hochwertigen Materialien, wie Leder bestehen, könnt ihr mit dem höchsten Gewinn über das Internet verkaufen, beispielsweise auf

Ebay: Hier dauert zwar der Prozess zum Einstellen der Ware etwas länger, dafür seid ihr das Teil in 80% der Fälle nach 7 Tagen Angebotsdauer los :) Allerdings entspricht der Preis vielleicht nicht immer den eigenen Vorstellungen. Plus: Da Ebay den Zahlungsvorgang begleitet, bist du in Betrugsfällen abgesichert. Minus: Ebay verlangt auch eine Provision von 10% des Verkaufspreises.

Kleiderkreisel: Diese Plattform wird von über 1,5 Millionen klamottenverrückter Mädels und Frauen (und auch ein paar Jungs) genutzt, um eigene Kleidung zu Festpreisen zu verkaufen oder mit anderen zu tauschen. Hier legst du einen eigenen Katalog mit deinen Sachen an und kannst deine Preisvorstellungen klar definieren. Manchmal kann es allerdings eine Weile dauern, bis sich eine neue Liebhaberin findet. Plus: Kleiderkreisel will keine Provision von dir. Minus: Die Seite übernimmt auch keine Verantwortung in Betrugsfällen. Die Kommunikation findet immer direkt mit anderen „Kreislerinnen“ statt. Achtet also darauf, dass der/die Käufer/in ein paar positive Bewertungen im Profil hat oder besteht auf Zahlung per Paypal. Kleine Warnung vorab: Die Plattform gibt's auch als App und kann süchtig machen ;)

Wichtig ist beim Online-Verkauf, dass ihr euch Mühe bei den Fotos gebt, auch gern Tragebilder hochladet (oder auf Nachfrage anbietet). Kleiderkreisel bietet hier einen kleinen Präsentations-Guide.
Den Versand trägt beim Online-Verkauf meist der Käufer, es sei denn ihr seid nett ;)

Flohmarkt: Der gute alte Flohmarkt bietet natürlich auch einen perfekten Ort, um Kleidung zu verkaufen. Hier könnt ihr natürlich auch eure hochwertigeren Stücke anbieten, werdet aber keinen besonders hohen Erlös dafür erwarten können. Auf Flohmärkten sind eben die Schnäppchenjäger unterwegs. Dafür könnt ihr hier schnell viele Sachen auf einmal loswerden. Wer keine Lust auf Fotos machen und Pakete packen hat, ist hier richtig. Und das Schnacken und Verhandeln mit den Besuchern macht auch richtig Spaß!


SPENDEN
Wenn die Kleidung nicht mehr wirklich tragbar ist, weil zu sehr aus der Mode, oder man einfach etwas für den guten Zweck tun will, kann man sie natürlich auch bequem spenden. Aber auch da gibt's tausend Möglichkeiten, hier nur ein paar:

H&M Garment Collecting: In einigen H&M-Filialen findet man seit einiger Zeit eine Spendenbox, in die man seine gebrauchte Kleidung werfen kann. Pro Tüte gibt's dann sogar einen 5 Euro-Gutschein. Alle Infos dazu gibt es hier.

Platz schaffen mit Herz: Auch Otto und Hermes bieten mit ihrer gemeinsamen Aktion einen ähnlichen Service. Dabei könnt ihr ein Paket mit euren Klamotten spenden, indem ihr es kostenlos per Hermes verschickt. Den Erlös der Sachen spendet die Initiative an verschiedene Organisationen. Wer, wie, was genau lest ihr auf der Webseite!

Eine ähnliche Aktion ist packmee.org, wobei hier erst Pakete ab 5 kg kostenlos verschickt werden können.

Container: Altkleider-Container sind natürlich am bequemsten, da sie in jeder Nachbarschaft stehen. Allerdings geraten die Betreiber ja immer mal wieder in die Kritik, weil es unter ihnen ein paar schwarze Schafe gibt. Macht euch am besten selbst ein Bild.

Wer wirklich genau wissen möchte, wem seine Kleider- oder Warenspende zugute kommt, kann sie auch in einer der zahlreichen gemeinnützigen Einrichtungen abgeben, die sie an Bedürftige weitergeben. Hier eine Liste für Berlin.

Kennt ihr noch weitere Verkaufsplattformen oder Spendenaktionen? Immer her damit! Die Liste kann beliebig erweitert werden :)

1 Kommentar

  • Petra Hansen am 24.04.2014 09:58

    Wichtig ist auch der Aufwand zum Loswerden. Das ist nur ein Grund, weshalb ich Ebay nicht favorisiere. Alles kostet kostbare Zeit (Foto machen, Beschreibung erstellen, Fragen beantworten, versenden etc.) und lohnt sich deshalb fast nicht. Den Aufwand und die Gedanken kann man sich meistens sparen, wenn man weniger unsinnige Klamotten kauft.

  • Sarah am 24.04.2014 19:21

    Da hast du natürlich recht! Ich versuche mich auch immer zu bremsen und weniger impulsiv zu kaufen, und stattdessen nur wenige, aber dafür hochwertige Teile. Aber leider klappt das nur selten, wenn man gerne shoppt ;) Wie ist denn deine Strategie, um das zu vermeiden?


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


blogoscoop