Rock'n'Roll is rebellious!

Sarah • am 10.06.2009 • keine KommentareShare

Die 80er sind wieder da! Keine wirkliche Neuigkeit. Aber diesmal sind sie alle auf stylishen H&M-Plakaten vereint: neue Künstler, die dem 80er Synthie-Pop frönen (Dangerous Muse, Yelle) und alte Künstler, die aus der Versenkung auferstanden sind (Robyn, Cindi Lauper, die immernoch so gut wie vor 20 Jahren aussieht, wenn nicht sogar noch besser). Dazu noch ein paar Teenie-Stars wie Katie Perry oder Tokio Hotel und fertig ist die Werbekampagne.
Sie machen Fashion against Aids. Eine gute Sache, natürlich. Nur ob diese Aktion, die ein ominöser Jemand vor kurzem an den Stilikonen verübte, ein Akt der Kritik oder einfach nur Kunst sei, ist eigentlich noch viel interessanter als die modekulturellen Fragen, die die neuen H&M-Designer auf hm.com bereitwillig beantworten.
H&M versucht seine Position zu definieren und Statements statt nur Trends zu setzen. Dass Statements abzugeben momentan auch ein Trend zu sein scheint, ist besonders in einer Stadt wie Berlin nicht zu übersehen. Interessant wird es jedoch, wenn da einfach jemand daher kommt und die Statements manipuliert, auch wenn nur mit roter Farbe.

Everytime I walk that street...

Sarah • am 07.06.2009 • keine KommentareShare
happens something funny/strange/lovely.

Apropos Frank:

Sarah • am 02.06.2009 • keine KommentareShare

Ich glaube, dass nicht viele, die sich an diesem Abend im HAU2 versammelt hatten um das diesjährige LAN-Festival ausklingen zu lassen, wussten, wer dort vorne stand. Ein paar Plakate an der Warschauer Brücke, eine Mail im Uni-Verteiler und das Internet kündigten in aller Unscheinbarkeit die Frank-Spilker-Gruppe an. Sie sollte diesem Literatur-Musik-Festival einen krönenden Abschluss verpassen. Dennoch erwarteten wir Menschenmassen, die sich noch um 23 Uhr vor dem Eingang drängen, um ein letztes Tagesticket bettelnd. Alles nur wegen Frank Spilker.

Von wegen nur. Und von wegen Menschenmassen. Die Kasse war schon längst geschlossen. Und vor dem Eingang nur ein paar vereinzelte Raucher. Im Konzertsaal sang ein Liedermacher namens Wolfgang Müller seine letzten Verse. Kurze Umbaupause und schon stand der Leibhaftige vor uns: Frank Spilker. Der Moderator bezeichnete ihn als einen Mann, ohne den es heute in der Deutschen Rockmusikszene wohl ganz anders aussehen würde. Er war und ist der Kopf der Band Die Sterne - eine der Geburtshelferbands der Hamburger Schule.

Definition Hamburger Schule (Zitat Wikipedia): Die Hamburger Schule ist eine lose Musikbewegung, die Ende der 1980er-Jahre entstand. Sie knüpfte an Traditionen der Neuen Deutsche Welle an und verband sie mit Elementen von Punk, Grunge und Pop. Sie war (und ist) damit ein wichtiger Teil der deutschen Jugendkultur und brachte ein neues Selbstverständnis für den Gebrauch der deutschen Sprache in der Popmusik mit sich.


Das Konzert war eines von diesen ganz besonderen. Auf der Bühne ein Mann dem man mit Ehrfurcht entgegentritt; vor der Bühne, mit einem fast unhöflichen Abstand von zwei Metern, das 100-200köpfige Publikum. Intim, locker und betont lässig gestaltete sich dieses über eine Stunde andauernde Konzert, das in meiner Wahrnehmung eher wie ein kurzer Moment wirkte.

Apropos stimmt doch…ich muss mal meine Gitarre stimmen. Das ist doch echt spießig. Sogar Bands wie Tokio Hotel haben Leute die das für sie machen. (Frank Spilker)

Man erwartet eine gewisse Routine von Spilker, der seit über 20 Jahren Musik macht, und nebenbei gesagt so alt wie mein Vater ist. Dennoch läuft nicht alles glatt. Er verspielt sich, die Band muss neu beginnen, die Gitarre ist schnell verstimmt. Er entschuldigt sich aber das Publikum ist dankbar für diese Augenblicke. Es macht diesen Mann für sie nur noch sympathischer.

Wasser und Bier gibt es an der Bar!
Ein kurzer Wink mit dem Zaunpfahl und schon kommen fleißige Heinzelmännchen, die jedem Bandmitglied Bier und Wasser bereitstellen. Auch Blicke auf die Setlist werden nicht verheimlicht. Man überließ also nicht alles dem Zufall. Das machte auch den Charme dieses Abends aus. Letztendlich haben wir es geschafft, im Anschluss heimlich die Setlist zu stibitzen und eine Single-LP für sagenhafte 5 Euro zu erstehen. Glücklich und mit Ohrwurm gingen wir nach Hause.

Ich glaub‘ ich weiß nichts, ich kann nichts behalten. Von allen Witzen nur die ganz alten…Du gehst wie du gehst. Ich geh gebückt, ich geh gebückt.

Frank ohne Sterne

Sarah • am 30.05.2009 • keine KommentareShare

Frank Spilker, der große schlaksige Mann, ist dieser Tage alleine unterwegs.

Okay, interessant. Aber wer ist denn eigentlich Frank Spilker? Herr Spilker war und ist immernoch Sänger und Gitarrist und damit der sogenannte Frontmann der Hamburger Band Die Sterne. Seit 2007 macht er nun zur Abwechlung mal sein eigenes Ding und zieht mit Titeln wie Ich geh gebückt oder Es sieht gut aus durch die Lande um "all den Ideen und Texten und Melodien und Lieder, die wartend in der Leitung hingen" (Zitat Presskit) freien Lauf zu lassen. Dabei bleibt er dennoch der gewohnten Sterne-Manier treu, nur dass er auch nicht vor englischer Sprache zurückschreckt.

Am Sonntag wird die Frank Spilker Gruppe, wie die offizielle Bezeichnung lautet, Big in Berlin zu sehen sein. Die Band um den Sterne-Mann tritt ab 22.30 Uhr im Rahmen des "LAN. 3 Tage junge Literatur und Musik im HAU2 auf und wird dort ungeachtet der Karneval-der-Kulturen-Festivitäten einen sicherlich beachtenswerten Beitrag leisten. Davor lesen ab 19.30 Uhr junge, erfolgversprechende Autoren aus ihren Werken. Die Tageskarte gibts es für 15 Euro, ermäßigt sogar nur 11 Euro.

In diesem Sinn...

Premiere!

Sarah • am 28.05.2009 • 2 KommentareShare
Ich bin schon ganz aufgeregt, hibbelig und stehe unter Strom. Heute soll es soweit sein: Ich werde mich erstmals auf die Bühne eines Poetry Slams wagen und mich dem Urteil eines fachkundigen Publikums stellen. Deshalb für alle, die sehen wollen wie ich mit zitternden Händen aber fester Stimme kurze, anekdotische Prosa vortrage:

Heute Abend 20.30 im Mano Café Kreuzberg (Skalitzer Str. 46a Ecke Lausitzer Str., Nähe U-Bhf. Görlitzer Bahnhof):

MANO SLAM

Ich würde mich freuen!

Pack die Badehose ein!

Sarah • am 25.05.2009 • keine KommentareShare

… nimm dein kleines Schwesterlein und dann nichts wie ab an den Wannsee oder alternativ auch zum Badeschiff.

Die sonntägliche Hitze nahmen wir zum Anlass endlich den Sommer einzuläuten und uns ins kühle Nass zu wagen. Die An- und Abreise bestritten wir mit unseren frisch aus dem Winterschlaf erweckten Rädern (Danke nochmal an das nette polnische Fahrradverkäufer-Ehepaar vom Flohmarkt, das uns ihre Luftpumpe lieh). Da wir nicht die Einzigen waren, die einen Badeausflug für angebracht hielten, lagen wir schließlich Fuß an Kopf mit brasilianischen Silikon-Brüsten und knappen Badehöschen (und davon überdurchschnittlich viele, die von Männern getragen wurden).
Doch wir genossen vorbildlich die Sonne, bis eine dicke Wolke von Westen heranziehen musste und uns frösteln ließ.



Ja, auch solche Badegäste trifft man an…

Frischer Fisch:

Sarah • am 24.05.2009 • keine KommentareShare

Forelle in Folie mit Pellkartoffeln und Quark

Das war unser sensationelles Festtagsmenü vom Samstag. Ein schwierig aussehendes aber denkbar einfaches Rezept: Fisch waschen, lecker Zeugs reinstecken, 20 min. in den Ofen und fertig. Nachkochen unbedingt empfohlen!

Forelle in Folie
(Zutaten für 4 Portionen)
Menge Zutat
4 Stück Forellen küchenfertig
8 Esslöffel Weißwein
1 Stück Zitrone
1 Bund Petersilie oder frische Kräuter
2 Stück Möhren
4 Stück Zwiebeln
Butter
Salz, weißer Pfeffer aus der Mühle
1 Bund Dill
2 Esslöffel Butter
Salz
Vorbereitung:

* Küchenfertige Forellen waschen und mit Küchenpapier abtrocknen. Unbehandelte Zitrone halbieren. Von einer Hälfte den Saft ausdrücken, den Rest in Scheiben schneiden.
* Fische von innen und außen mit Zitronensaft marinieren, 20 min liegen lassen.

Zubereitung:

* Möhren schälen, Zwiebeln schälen, alles in Streifen schneiden. In einer Pfanne mit etwas Butter kurz andünsten. Petersilie waschen, abtrocknen, grob hacken. Die Stiele nicht wegwerfen.
* Gemüsestreifen, Zitronenscheiben und die gehackte Petersilie in den Bauchhöhlen, unter und über den Forellen verteilen. Leicht salzen und pfeffern. Die ganzen Stiele vom Dill und von der Petersilie zusammen binden, auch für die Füllung verwenden. Ofen auf 200 Grad vorheizen.
* Je ein Stück Alufolie abschneiden, so dass man den Fisch gut einschlagen kann. Die Glanzseite mit etwas Butter einstreichen und Forellen darauf legen, mit etwas Wein beträufeln. Noch einige Butterflocken verteilen.
* Folie so falzen, dass kein Saft auslaufen kann. Auf dem Rost 20 min. bei 200 Grad im Ofen garen.

Fertig und lecker!

Heißer Fisch:

Ein Idyll am Rande auf BerlinerGazette.de

Sarah • am 16.05.2009 • keine KommentareShare
Ich bin stolz mitteilen zu dürfen, dass heute mein Text "Ein Idyll am Rande" im Logbuch des digitalen Mini-Feuilletons Berliner Gazette veröffentlicht wurde. Wer erfahren möchte welche Abenteuer ich am 1. Mai abseits der Straßengefechte erlebt habe, sollte sich unbedingt die kurzweiligen 1800 Zeichen zu Gemüte führen. Über ausgiebige Kommentarfunktionnutzungen würde sich die Autorin freuen.


Erreist die Welt!

Sarah • am 15.05.2009 • keine KommentareShare

...mit Spottedbylocals.com.

Seit ungefähr einem halben Jahr schreibe ich Artikel für den Berlin-Blog des Blog-Netzwerkes Spotted by Locals.
Um die 100 Blogger aus 21 europäischen Städten stellen ihre Lieblingsorte, -cafés, - museen, - clubs o.ä. vor und trotzen damit jedem Reiseführer.
Jetzt hat die Seite den Lonely Planet Travel Blog Award 2009 erhalten. Außerdem haben schon einige namhafte Online-Journale über Spotted by Locals berichtet. Theguardian.co.uk hat sogar meinen Artikel über die c/o Galerie in der travel-Sparte veröffentlicht.

Weitere Artikel über Spotted by Locals:
sueddeutsche.de
bild.de (ein von mir aufgenommenes Foto ist auch dabei)

Abends in der Stadt.

Sarah • am 14.05.2009 • keine KommentareShare
Abends will man nur schnell, husch-husch, nach Hause und plötzlich wird man aus den Gedanken gerissen. Dieser Moment muss festgehalten werden.
Da steht man nun auf der Warschauer Brücke und die Menschenmassen müssen dir ausweichen. "Tourist!", denken sich die meisten vielleicht. Naja, manchmal wünsch ich mir ich wär einer und würde wieder mit mehr Neugier und Ruhe durch diese Stadt gehen.


13.05.09 Warschauer Brücke, Berlin

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