"Ihr wisst wo ich bin, aber wo seid ihr?”

Sarah • am 02.08.2011 • 1 KommentarShare
Gestern erschien auf berlinergazette.de ein Artikel von mir – nach langer Pause endlich mal wieder ein Schreibprodukt, auf das ich auch sehr stolz bin :) Es geht darin um meine persönlichen, etwas ernüchternden Erfahrungen mit meinem App-Spielzeug No. 1 (vor Facebook und Instagram!): Foursquare. Kennt ihr nicht? Lesen! Hier geht's auch zum Originalartikel.

Wir können twittern, was wir gerade denken, liken, was uns gerade gefällt und posten, was wir gerade essen. Seit 2009 können wir auch dort “einchecken”, wo wir gerade sind: im Restaurant, im Museum, im Club – und diese Information mit unseren Freunden teilen. "Foursquare" basiert auf dieser Funktion. Kürzlich hat das soziale Netzwerk die zehn Millionen Nutzer-Grenze überschritten. Berliner Gazette-Redakteurin Sarah Curth zieht eine ernüchternde Bilanz: “Ihr wisst wo ich bin, aber wo seid ihr?”

Meine Freunde wissen immer wo ich bin. Nein, ich habe kein Glöckchen umhängen, keine Fußfessel mit GPS-Sender und bin auch keine von Paparazzi belagerte Persönlichkeit. Ich nutze Foursquare. Foursquare, das ist eine dieser neumodischen Handy-Applikationen, die die Menschen, die sie benutzen, aussehen lässt, als wären sie nur sekundär an ihrer Umwelt interessiert. Sieht aber nur so aus. Denn in Wirklichkeit bin ich detailversessen interessiert an meiner Umwelt und lasse meine Freunde daran teilhaben.

Sobald ich also meine Uni, meinen Lieblingsvietnamesen oder ein neues Café betrete, hole ich mein iPhone aus der Tasche und checke dort ein. Dank GPS ortet mich die App und führt mir alle Orte in einer Umgebung von 600 Metern auf. Ist eine Location noch nicht dabei, kann man sie neu anlegen und eine Kategorie, wie zum Beispiel “Freie Natur”, “Nachtleben” oder “Kunst”, hinzufügen. Für andere Besucher des Ortes kann ich dann Fotos und Tipps hinterlegen: “Beste Uni der Welt!” oder “Probier’ unbedingt die Reisnudelsuppe mit Tofu!”

Wie man bei Foursquare zum "Bürgermeister" eines Ortes wird

Um die User zu motivieren regelmäßig einzuchecken, hat sich Foursquare-Gründer Dennis Crowley ein besonderes System einfallen lassen: Mit jedem Check-in sammelst du Punkte. Ist ein Freund mit dir dort eingecheckt oder besuchst du das erste Mal einen Ort dieser Kategorie, bekommst du Extrapunkte und steigst im Freunde-Ranking höher.



Außerdem erhälst du Abzeichen, wie zum Beispiel den Badge “Crunked” wenn du in einer Nacht an vier Orten warst. Um zum Mayor, also “Bürgermeister” eines Ortes zu werden, musst du öfter als alle anderen User in dieser Location eingecheckt haben. Manche Geschäfte haben darin schon ein Marketing-Potenzial erkannt. Das Café Sankt Oberholz beispielsweise schenkt dem Mayor eine Coffee-Flatrate.

13 von zehn Millionen NutzerInnen kenne ich persönlich

Obwohl Foursquare seit Juni über zehn Millionen Nutzer hat, die täglich drei Millionen Mal einchecken, ist es noch immer ein Tool der Early Adopters. Lediglich 13 meiner persönlichen Kontakte nutzen es regelmäßig. Viele sind zunächst begeistert, verlieren aber schnell die Lust daran – weil zu wenige aus ihrem sozialen Umfeld mitmachen. Auch wenn man die eigenen Check-ins über Facebook und Twitter verbreiten kann, die Nutzung bleibt meist einseitig. So sinkt die Motivation für Neueinsteiger sehr schnell.

Andere dagegen suchen sich auf Foursquare erst ihre Freunde. Ähnlich wie auf Twitter folgen sie (im wahrsten Sinne des Wortes) Unbekannten und könnten mit ihren hunderten von Freunden theoretisch an jeder Ecke Berlins “zufällig” einen davon treffen. Aber das ist weniger das Ziel. Vielmehr hängt man sich virtuell an interessante Leute um viele Tipps zu neuen, bisher unbekannten Orten zu bekommen – oder einfach ihre lustigen Kommentare zum Hackeschen Markt zu lesen.

Foursquare begleitet mich durch die Stadt

So ist Foursquare für mich eben auch ein Reiseführer – für meine Heimatstadt. Orte, die meine Freunde empfehlen, kann ich zu einer To-Do-Liste hinzufügen und sobald ich mich in der Nähe aufhalte, erinnert mich die App daran. Dank der “Erkunden”-Funktion kann ich meine Stadt neu entdecken und Orte in der Umgebung nach Kategorien filtern. Ich bin gerade am Ku’damm und weiß nicht wo man hier gut essen kann? Foursquare zeigt mir die Locations an, die besonders beliebt bei meinen Freunden sind.

Am 14. Juli 2010 checkte ich das erste Mal ein, seitdem habe ich es 787 Mal getan und bleibe auch weiterhin dran. Ein Bekannter erzählte mir, er nutze Foursquare als Tagebuch. Er empfahl mir memolane.com. Auf dieser Website kann ich alle meine Statusupdates, Tweets, Blogeinträge, Check-ins und andere Online-Einträge der letzten Jahre in einer Timeline nachvollziehen. Ein Spiegel meines Lebens breitet sich so vor mir aus und ich weiß, wo ich beispielsweise am 20. November 2010 war.

Illustration: Das Wachstum der Foursquare-Community seit 2009.

Mein Tag in Instagrammen

Sarah • am 01.08.2011 • keine KommentareShare
Ich habe Instagram als neues Spielzeug entdeckt: mit iPhone Schnappschüsse machen, einen schicken Filter drüber legen und mit Freunden über Facebook oder Twitter teilen. Das kann süchtig machen!

Heute im Berliner Etsy Lab bei einem Workshop mitgemacht und aus Hochglanz-Magazinen hübsche Collagen gebastelt. Jeden Montag Abend gibt es dort einen anderen DIY-Workshop. Nächste Woche: Lochkamera basteln :)

Danach hielten wir unser Berliner Gazette Treffen in einem urigen Kreuzberger Wohnhaus mit labyrinthartiger Gartenterrasse ab. Die Abendstimmung mit Regenwolken war Wahnsinn!

Kreuzberger Platte

Der Blick von Kreuzberg Richtung Fernsehturm

DIY-Projekte: abgeschlossen

Sarah • am 24.06.2011 • keine KommentareShare
Ich habe wieder genäht, gestrickt und gehäkelt. Mein zweites Strickprojekt sollte eine Bommelmütze für den Herrn Ephigenia werden, die er eigentlich schon im letzten Winter tragen sollte – aber da es mein erstes Strickexperiment mit 5 Nadeln (genannt Nadelspiel) war, beendete ich das Werk erst bei 30 Grad im Schatten. Aber dafür ist es gelungen und tragbar!

Meine ersten Häkelversuche unternahm ich an einem Täschchen für meine Kamera. Das Ergebnis ist überaus zufriedenstellend und die Farben stehen ganz im Zeichen des Colour-Blocking Trends.

Gestern Abend dann fertigte ich an meiner Nähmaschine ein entzückendes Geldbörschen. So ganz ohne was dran wirkte die Tasche aber irgendwie nackt. Beim Wühlen in meiner Dekokiste entdeckte ich dann die knalligen Fransen, die eigentlich mal für einen Schal gedacht waren und ruckzuck waren sie an die Tasche genäht. Ich glaube damit könnte ich in Produktion gehen, oder?



Traumziel: Lefkada

Sarah • am 26.05.2011 • keine KommentareShare

Lefkada? Noch nie gehört? Ist ja auch eine von über 3000 griechischen Inseln. Diese allerdings liegt weitab von den Touristenmolochen Kreta und Rhodos. Das erkennt man schon allein daran, dass bei booking.com nur gerade mal 61 Hotels auf dieser Insel gelistet sind. Und was für welche!

Also, der Plan geht so:
Mit airberlin nach Preveza, von dort mit dem Bus auf die Insel, einen Roller leihen und zum Hotel. Dann 7 Tage lang jeden Strand der Insel abklappern, frischen Fisch, Tzaziki und Mussaka futtern, mit der Fähre den angrenzenden Inseln Kefalonia und Ithaka einen Besuch abstatten und nach 7 Tagen bin ich gebräunt und in eine griechische Göttin verwandelt. Jetzt müssten wir nur noch buchen:)




Liquidrom als neuer Lieblingsspot

Sarah • am 11.05.2011 • keine KommentareShare

Mancher Wasserratte und manchem Saunagänger wird das Berliner Liquidrom ein Begriff sein. Ich sage nur: sich im Salzwasser mit Musik und Lichtspielen treiben lassen, nach dem Saunagang im Mini-Außenpool relaxen und danach auf einer der kuschligen Liegen in die Decke einmummeln. Das ist das Liquidrom am Tempodrom. Da ich ja fleißig für Spotted by Locals über meine Lieblingsorte in Berlin blogge, musste dieses Mekka der Entspannung natürlich auch dabei sein. Heute ging endlich mein Artikel online:

You shopped til you dropped? You walked your feet sore? You need some relaxing? Then Liquidrom is the right place. The main attraction is a huge salt water pool where you can float around while colorful lights and smooth music surrounds you. On weekends also live bands play. hier weiterlesen...




Fotos via Liquidrom

Update: California Breakfast Slam geht in die 2. Runde!

Sarah • am 11.05.2011 • keine KommentareShare
Der California Breakfast Slam, ein Frühstücksangebot des Californiers Patrick Blasa (ich berichtete hier über die Eröffnung und hier über die vorläufige Schließung), ist ab Sonntag, 15.5. wieder offiziell am Start. Jetzt in neuer Location: San Remo, Falckensteinstraße 46, Kreuzberg. Jedes Wochenende von 11-17 Uhr.
Übrigens auch einer meiner Lieblingsspots auf SpottedbyLocals.

UPDATE: Der California Breakfast Slam findet jetzt immer Sa/So im Cafe/Bar “Lagari”, Pflügerstraße 19, Kreuzberg statt!

Komm bald wieder, California Breakfast Club!

Sarah • am 04.04.2011 • keine KommentareShare
Der California Breakfast Club, über den ich hier kürzlich berichtete, muss leider bis auf weiteres schließen. Die Kreuzberger Bar 7000, in der dank des Clubs an Wochenenden feinstes Amerikanisches Frühstück serviert wurde, machte zu, da die Lautstärke den Nachbarn missfiel. Das alte Spielchen zwischen Bar/Café/Restaurant und den Anwohnern.

Der Erfinder und Küchenchef des Breakfast Clubs Patrick Blasa lässt sich aber nicht unterkriegen. Er ist jetzt auf der Suche nach einer neuen Bleibe in Kreuzberg. Falls also jemand eine Bar o.ä. kennt, die an Wochenenden tolles Amerikanisches Frühstück anbieten will und Patrick an ihren Herd lassen würde – meldet euch doch! Ein eigenes Restaurant würde Patrick auch vorschweben, also kann es auch gern eine leere Räumlichkeit sein.

Ein sehr nettes Liedchen

Sarah • am 01.04.2011 • keine KommentareShare

The California Breakfast Slam – have a break, have a slam!

Sarah • am 22.02.2011 • keine KommentareShare
Vor einiger Zeit traf ich mich mit Patrick Blasa, Musiker und Erfinder des "California Breakfast Slam". Was klingt wie ein Poetry Slam mit wildem Kaffeekränzchen ist in Wirklichkeit das, was der Californier acht Jahre lang vergeblich in Berlin suchte: gut gemachtes, Amerikanisches Frühstück, das wie bei Mutti schmeckt aber trotzdem mit einem Hauch Gourmetküche verfeinert ist. Als erfahrener Koch lag seine Lösung nah: Seit zwei Monaten bietet Patrick in der Kreuzberger Bar 7000 an jedem Wochenende feinste Frühstückskreationen für Gourmands, die Gourmet wollen. Für Spottedbylocals.com schrieb ich vor kurzem eine Empfehlung, hier zu lesen:

Bar 7000

Coming to Berlin but starving for an original American breakfast? Then you have to check out “The California Breakfast Slam” in Kreuzberg. It’s the only place where you can find “Fluffy Pancakes”, “Texas Style Turkey Sausages” or “Organic Poached Eggs on Cured Ham Slice”. For us Germans who are used to “Brötchen” (buns) and marmalade it is maybe a little bit unusual to have a hot meal for breakfast but in Berlin you can not escape the multicultural influences.

Mein French Toast - yammi!

The owner Patrick Blasa comes from California and always missed a delicious home breakfast since he came to Berlin 8 years ago. One day he stopped looking for it in Berlin and just started to offer it by himself. But this food is not like you would find it on every corner in the states, it claims some gourmet twists as you can see on the menu which changes every weekend. Patrick himself cooks in the kitchen and always considers good quality of the food he is buying for the dishes.
The California Breakfast Slam happens every weekend in the Bar 7000 which is a cafe/bar in the afternoons and evenings and for two months also legendary for its breakfast. Make sure to reserve a table if you plan a slam there – or just drop by if you are in the area, you may be lucky!

UPDATE: Der California Breakfast Slam findet jetzt immer Sa/So im Cafe/Bar “Lagari”, Pflügerstraße 19, Kreuzberg statt!

The Power of Kaugummi Tattoos

Sarah • am 10.02.2011 • 1 KommentarShare

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